Mein Beitrag im Sammelband „Einmal Option und zurück“

Großes Interesse! Voller Saal am Freitag, den 25. Oktober 2019 im Alten Rathaus in Bozen im Zuge einer Veranstaltung der Michael-Gaismair-Gesellschaft bei der Erstpräsentation des Buches „Einmal Option und zurück“, herausgegeben von Günther Pallaver, Leopold Steurer und Martha Verdorfer, soeben erschienen in Bozen in der Edition Reatia. Die vielen Besucherinnen und Besucher lauschten gespannt den einzelnen Ausführungen der Herausgeber. Ebenso haben alle anwesenden Autorinnen und Autoren – darunter auch ich – ihre Beiträge dem Publikum kurz vorgestellt.

Insgesamt liefert das Buch eine erste umfassende Analyse der Aus- und Rückwanderung und zeigt den langen Schatten der Option bis in die Gegenwart auf. Anläßlich „80 Jahre Südtiroler Option“ erinnert das Buch  an das in vielfacher Hinsicht dramatische Jahr 1939. Hier ein link auf das Inhaltsverzeichnis dieses Sammelbandes:
Einmal_Option_und_zurück_Inhaltsverzeichnis

Der Titel meines Beitrages lautet: „Scham und Schweigen. Der Umgang mit der Option und ihren Folgen. Eine schmerzliche Lebenslüge“. In der Einleitung des Buches schreiben dazu die Herausgeber: „Klaus Pumberger plädiert dafür, die Legenden rund um die Option aufzubrechen und die Mythen hinter sich zu lassen. Dazu braucht es aber stabile gesellschaftliche und vor allem auch ausgeglichene persönliche Verhältnisse. Aber wann konnte es diese Stabilität in der Südtiroler Gesellschaft geben? Sicher nicht 1945. Der Autor spricht anhand seiner eigenen Biographie von schmerzhaften Wahrnehmungen und Aufarbeiten der Optionsgeschichte seiner Familie, von einem schmerzhaften Prozess der „Häutung“. Wir können die Komplexität, die verschiedenen Gesichter, die Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen der Option nur erfassen und damit aus der Scham heraustreten, wenn wir der Option in ihrer Gesamtheit ins Auge sehen, meint der Autor.“

Hier ein erstes Echo zu meinem Beitrag: „Ich habe ihn gerade eben gelesen! Wunderbar geschrieben! Sehr gelungen die „Verknappung“ Deiner grundlegeneden (psychologischen) Erkenntnisse (aus „Worüber wir nicht geredet haben“)… und immer wieder für mich berührend und wichtig, dies mitzulesen: der schmerzhafte Prozess der „Häutung“, den Du durchlaufen hast… Nicht der sich selbst gefallende „olympische Historiker“ (wäre wohl abermals eine subtile „Maske der Scham“), sondern der Mensch Klaus Pumberger hat etwas zu sagen …! Dein Buch ist und  bleibt (mithin) das eines Humanisten. Und mit Humanismus meine ich jetzt vor allem auch: Den Mut zu haben, Spannungen auszuhalten, wenn es ums Menschlich-Allzumenschliche geht – in jeder Hichsicht!“ (Hannes Benedetto Pircher, Grabredner, Autor, Schauspieler)

Am Samstag, den 26. Oktober 2019, erschien in der Tageszeitung „Dolomiten“ folgender kurzer Beitrag zu dieser Buchpräsentation, hier der link:
Einmal_Option_und_zurück_Bericht_in_den_Dolomiten
In der Zwischenzeit ist auch im „Katholischen Sonntagsblatt“ der Diözese Bozen-Brixen eine Reportage zu dem Buch veröffentlicht worden, hier der link:
Einmal_Option_und_zurück_Reportage_Katholisches_Sonntagsblatt

einmal-option-und-zurueck-266474593

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s