Mein Beitrag im Sammelband „Einmal Option und zurück“

Großes Interesse! Voller Saal am Freitag, den 25. Oktober 2019 im Alten Rathaus in Bozen im Zuge einer Veranstaltung der Michael-Gaismair-Gesellschaft bei der Erstpräsentation des Buches „Einmal Option und zurück“, herausgegeben von Günther Pallaver, Leopold Steurer und Martha Verdorfer, soeben erschienen in Bozen in der Edition Reatia. Die vielen Besucherinnen und Besucher lauschten gespannt den einzelnen Ausführungen der Herausgeber. Ebenso haben alle anwesenden Autorinnen und Autoren – darunter auch ich – ihre Beiträge dem Publikum kurz vorgestellt.

Insgesamt liefert das Buch eine erste umfassende Analyse der Aus- und Rückwanderung und zeigt den langen Schatten der Option bis in die Gegenwart auf. Anläßlich „80 Jahre Südtiroler Option“ erinnert das Buch  an das in vielfacher Hinsicht dramatische Jahr 1939. Hier ein link auf das Inhaltsverzeichnis dieses Sammelbandes:
Einmal_Option_und_zurück_Inhaltsverzeichnis
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Präsentation am 27. März 2019 in Paris

Rund 40 Personen waren zur Buchpräsentation anlässlich des 100. Geburtstages von Ludwig Beer ins Heinrich-Heine-Haus auf der Cité internationale universitaire de Paris gekommen. Als Mitveranstalter des gelungenen Abends fungierte das Österreichische Kulturforum in Paris.

Nach der herzlichen Begrüßung durch die Direktorin des Heinrich-Heine-Hauses, Frau Christiane Deussen, und einer kurzen Einführung ins Buch meinerseits folgte eine spannende Diskussion: zunächst am Podium, geleitet von einem gut vorbereiteten Moderator Gilbert Merlio, dann auch zwischen Podium und Publikum. Am Podium saß neben dem Moderator und mir auch Anaïs Spiro, eine Urenkeltochter von Rosa Beer, Großnichte von Ludwig Beer. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Paris als freie Musikfilmregisseurin. Es war das erste Mal, dass die Buchpräsentation von Nachkommen aus beiden Familien gemeinsam realisiert worden ist.

Ich habe auf meinen Lesereisen, die nun schon mehr als drei Jahre andauern, viele besondere Momente erlebt. Diese Veranstaltung war auch so ein besonderer Moment. Zum einen, weil wir mit diesem Abend gerade zum 100. Geburtstag von Ludwig Beer ein würdiges Gedenken an ihn feierten, und das in einer Stadt, in der er für sein Leben zentrale Weichenstellungen vornahm (siehe unten).

Zum anderen, weil Anaïs und ich gemeinsam diesen Abend gestalteten. Wir sind Nachkommen aus den beiden Familien, die über die Geschichte des Hauses von Ludwig Beer „durch den Lauf der Geschichte, durch die Folgen von Terror und NS-Unrecht zusammengezwungen worden sind“. Dies berührte mich schon beim Vortragen meiner Einführung, weil ich dabei – vielleicht noch etwas mehr als sonst – spürte, welche emotionale Nähe sich bei mir in den letzten Jahren zu Ludwig und Rosa Beer sowie der Tragik in ihrem Leben entwickelt hat. Präsentation am 27. März 2019 in Paris weiterlesen

Rezension in „Chilufim“, Zeitschrift für Jüdische Kulturgeschichte

„Die vorliegende Publikation leistet einen spannenden und innovativen Beitrag, um diese Lücke („Verbindung von Familiengeschichte und Arisierung“) zu füllen“
„(Das Buch) lässt sich mit Gewinn lesen und kann ohne Zweifel als Anleitung für biografische Recherchen dienen.“

Eine weitere Rezension erschien in der Ausgabe Nr. 24/2018 von „Chilufim, Zeitschrift für Jüdische Kulurgeschichte, herausgegeben vom Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg,  verfasst von Mag. Florian Schwanninger, Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim, Autor des Buches „Im Heimatkreis des Führers. Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938 – 1945“.

„Bei Pumberger nimmt der Umgang seiner Familie mit diesen Ereignissen immer wieder großen Raum ein. Das Thema war in der Familienerzählung zwar grundsätzlich präsent, aber von Mythen, Verharmlosungen, Rechtfertigungen und Leerstellen geprägt bzw. überlagert. Besonders gelingen Pumberger auch die Gegenüber- stellungen der Ergebnisse seiner jahrelangen, umfangreichen Recherchen in mehreren Ländern mit den tradierten Erzählungen der Familienangehörigen. Dies ist umso spannender, da die tief katholisch geprägte Familie nicht mit dem Nationalsozialismus sympathisierte, aber dennoch ein Narrativ entwickelte, das der eigenen Verstrickung in die Verbrechen des NS-Regimes keinen Raum gab. 
Die Gruppierung der Ereignisse rund um das Haus im oberösterreichischen Donautal und die quasi mikroskopische Untersuchung eines Einzelfalls im System der rassistischen Raubökonomie der Nazis erweisen sich als große Stärke. Die Ausplünderung und Verfolgung der „rassisch“ und politisch Unerwünschten bei gleichzeitiger Bevorzugung und Förderung „arischer“ Familien wird so anhand eines Hauses augenscheinlich.“

Hier der link zur gesamten Rezension
Rezension_Schwanninger_CHILUFIM

Bericht in der „Linzer Kirchenzeitung“, 23.5.2017

„In dem einen Haus und den zwei Familiengeschichten verdichtet sich europäische Zeitgeschichte, die der Autor in beeindruckender Weise zu präsentieren versteht. Seine Recherchen zeigen, wie sehr die Auswirkungen von Geschichte bis in die Gegenwart reichen.“

Ende Mai 2017 erschien in der „Linzer Kirchenzeitung“ ein Bericht bzw. eine kurze Rezension zu meinem Buch, verfasst von Josef Wallner, Redakteur der „Linzer Kirchenzeitung“.

Hier der link zu dem Artikel, der auch hier aufgerufen werden kann:

rezension_linzer_kirchenzeitung

 

 

Rezension in den Mitteilungen der Alfred-Klahr-Gesellschaft

„Trotz des Umfangs und seiner Dichte entfaltet das Werk einen Sog, der es einem schwer macht, es wieder aus der Hand zu legen. Die Gruppierung der Ereignisse rund um das (arisierte) Haus (des Widerstandkämpfers Ludwig Beer) im oberösterreichischen Donautal und die quasi mikroskopische Untersuchung eines Einzelfalls im System der rassistischen Raubökonomie der Nazis erweisen sich als große Stärke.“ 
Der Umgang der Familie“ des Autors – sie bekam das Haus von den lokalen NS-Behörden als Pächter zugewiesen – „mit diesen Ereignissen nimmt bei Pumberger immer wieder großen Raum ein. Er reflektiert über Wissen, Schuld, Möglichkeiten des Handelns – ohne vorschnell und eindimensional Schlüsse zu ziehen. Besonders gelingen auch die Gegenüberstellungen der Ereignisse seiner jahrelangen, umfangreichen Recherchen in mehreren Ländern mit den tradierten Erzählungen der Familienangehörigen. Dies ist umso interessanter, da sich die tief katholisch geprägte Familie nicht dem Nationalsozialismus anschloß, aber dennoch ein Narrativ entwickelte, das der eigenen Verstrickung in die Verbrechen des NS-Regimes keinen Raum gab.“

Eine weitere Rezension zu meinem Buch erschien in der Ausgabe von März 2017 der Mitteilungen der „Alfred-Klahr-Gesellschaft – Verein zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung“, verfasst von Mag. Florian Schwanninger, Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim, Autor des Buches „Im Heimatkreis des Führers. Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938 – 1945“. Hier der link zur Rezension:

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Bericht auf BTV, 14.3.2017 – oö. Regionalfernsehen

Ein weiterer Fernsehbeitrag zu meinem Buch!
Dieses Mal ausgestrahlt auf „BTV – oö. Regionalfernsehen“ am Dienstag, 14. März 2017 mit dem Titel: „`Worüber wir nicht geredet haben´ – Lesung in Ried im Innkreis“ (Dauer: vier Minuten, dreißig Sekunden).

Der Beitrag kann bis einschließlich 21. März 2017 auf der Website des Senders (www.btv.cc) nachgesehen werden. Er wird unter Region „Innviertel“ wie folgt angekündigt: „Klaus Pumberger, der Bruder des Bezirkshauptmannes a. D., berührte mit seiner persönlichen Familiengeschichte.“ Auch darüber hinaus gibt es den Beitrag unter folgendem  link zum Nachsehen:

http://www.btv.cc/innviertel/sendung/2017_10/Wor%C3%BCber_wir_nicht_geredet_haben_Lesung_in_Ried_im_Innkreis/3232

Lesung am 16.2.2017 in Ried im Innkreis

Wieder ein starkes Echo auf mein Buch im Innviertel! Rund 140 Personen waren in den Riedberg Pfarrsaal gekommen, Besucherrekord im Zuge der bisherigen Lesereisen! Unter ihnen Vertreter der Stadt Ried (Vizebürgermeister, Stadträte, Leiterin des Kulturamtes), mehrere Bürgermeister aus dem Bezirk sowie die Leitung des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim.
Das Buch von Klaus Pumberger ist ein großartiges Zeitbild des 20. Jahrhunderts im Spiegel zweier Familien mit höchst unterschiedlichen, dramatischen Schicksalswegen, zusammengezwungen durch den Lauf der politischen Geschichte, durch die Arisierung des Hauses von Ludwig Beer in Wesenufer an der Donau. Es ist außerdem bewundernswert recherchiert und gekonnt wie fesselnd geschrieben. Die letzte Zeit habe ich täglich in dem Buch gelesen und komme aus dem Staunen nicht heraus. Welche Fülle an Wissen der Autor zusammengetragen hat, wie mitfühlend Legenden und Mythen in Familie, Staat und Gesellschaft aufgebrochen werden, wie eine kostbare Frucht“, so Gottfried Gansinger, Autor des jüngst erschienenen Buches „
Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis“, Initiator des Abends, Sprecher der Veranstalter (O.Ö. Volksbildungswerk, Treffpunkt der Frau, St. Franziskus Bildungszentrum, M.U.T. – Menschlichkeit und Toleranz).
„Besonders hervorzuheben ist, welche Breitenwirkung Klaus Pumberger mit seinem Buch in Bezug auf die Aufarbeitung der NS-Zeit in unserer Region des Innviertels erzielt hat“, so das Resümee von Sonja Seiler-Baumfeld, Psychotherapeutin und Moderatorin der Veranstaltung.

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von l.n.r.: Franz Pumberger, Madeleine Pumberger (kümmerte sich um die musikalischen Einspielungen), Klaus Pumberger, Theresa Schönberger, Sonja Seiler-Baumfeld, Gottfried Gansinger

Stimmen aus dem Publikum: „Ich habe persönliche Bindungen zur Ortschaft Kager in Wesenufer, wo das (zwischen  1940 und 1945 arisierte und 1950 zurückgestellte) Haus stand und noch immer steht. Wir haben von dieser jüdischen Familie gehört, aber nichts Näheres, wer, was, wie, warum. Beim Lesen des Buches war ich tief berührt, auch im Laufe des heutigen Abends sind mir wieder Tränen  gekommen. Die Geschichte des Hauses und die beiden Familien bewegen mich stark. Die jiddischen Lieder, die immer wieder eingespielt wurden, haben dafür einen guten Resonanzboden abgegeben.“
„Ich bin beeindruckt und begeistert zugleich. Eine sehr würdevolle Moderation, insgesamt eine würdevolle Veranstaltung, getragen von tiefem Respekt für beide Familien.“ Lesung am 16.2.2017 in Ried im Innkreis weiterlesen

Lesung am 11.11.2016 in Wien (Lutherische Stadtkirche)

Rund 15 Personen waren in die Lutherische Stadtkirche in der Dorotheergasse im ersten Wiener Gemeindebezirk gekommen. „Was den Umgang mit Geschichte betrifft, so sind Scham und Schweigen zentrale Themen im Buch von Klaus Pumberger. Wie beides in eine angemessene Sprache umgewandelt werden kann, diese Frage ist heute aktueller denn je. Gerade in diesen Tagen, in denen ein Mann, der bewusst eine unangemessene Sprache gegen Menschen und ganze Menschengruppen eingesetzt hat, zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden ist. Sprache als Instrument der Verführung und Sprache als Mittel zur Heilung, beide Arten von Sprache finden wir im Buch von Klaus Pumberger“, so Pfarrerin Ines Knoll in ihren einleitenden Worten. Auf die Lesung folgte eine intensive, sehr ergiebige Diskussion.
Stimmen aus dem Publikum:
„Ich bin beeindruckt von dem tiefgründigen Gespräch nach der Lesung, das von Frau Knoll inhaltlich überlegt eingeführt und gut moderiert wurde.“
„Das liebevolle Testament von Louis Beer – ich hatte es zuvor schon im Buch gelesen – hat mich dieses Mal, vorgetragen absatzweise abwechselnd von einem Mann und einer Frau, auf eine besondere Weise berührt.“ Lesung am 11.11.2016 in Wien (Lutherische Stadtkirche) weiterlesen

Lesung und Stadtspaziergang am 8.11.2016 in Wien

Starkes Echo auf die Veranstaltung „Jüdische Geschichte(n) in Wien“!!!  Diese wurde von der Bildungsabteilung der Gewerkschaft Gpa-djp organisiert. Rund 30 geschichtlich interessierte Gewerkschaftschafter*innen waren in das psycho-soziale Zentrum ESRA (www.esra.at) in die Tempelgasse im zweiten Bezirk (Wien-Leopoldstadt) gekommen, wo die Veranstaltung ihren Ausgangspunkt und Abschluß fand. Um die Gruppe nicht zu groß werden zu lassen, konnten zahlreiche, weitere Interessierte leider daran nicht teilnehmen. „Die Darstellung der Aktivitäten von ESRA, die Lesungen aus dem Buch von Klaus Pumberger, der Spaziergang zu mehreren Orten  jüdischer Geschichte, das Mittagessen in einem koscheren Lokal sowie die Besichtigung der Synagoge boten eine schlüssige Auseinandersetzung mit einem Teil unserer Geschichte“, so die abschließende Zusammenfassung von Gertraud Wiesinger, für die Veranstaltung verantwortliche Mitarbeiterin in der Bildungsabteilung der Gewerkschaft Gpa-djp, deren Initiative und Einsatz wesentlich zum Erfolg beigetragen hat. Lesung und Stadtspaziergang am 8.11.2016 in Wien weiterlesen

Lesung am 4.11.2016 in Brixen

Rund 30 Personen waren in das Jakob-Steiner-Haus in Brixen-Milland gekommen. Veranstaltet wurde der Abend von der „Organisation für Eine solidarische Welt / Organizzazione per Un mondo solidale“. Deren Mitarbeiterinnen Marta Larcher (Fachbibliothek) und Lisa Frei (Kommunikation) haben die Veranstaltung mit großem Engagement vorbereitet, die im gesamten Publikum über den ganzen Abend hinweg großes Interesse hervorrief. Auf die Lesung folgte eine sehr lebendige Diskussion mit vielen anregenden Fragen.
Stimmen aus dem Publikum:
„Eine der besten Lesungen, die ich seit langem gehört und gesehen habe.“
„Sehr locker, sehr anschaulich, einfach gut.“

„Ein mutiges Buch.“
„Ich hatte das Buch bereits gelesen. Besonders beeindruckt bin ich von Rosa Beer. Was diese Frau nicht alles ausgehalten hat? An diese Frau muss unbedingt erinnert werden.“
„Wir haben einen Sohn, der in Wien lebt. nach diesem Abend bin ich für die Geschichte bestimmter orte in Wien mehr sensibilisiert, insbesondere für die Geschichte der Juden in Wien.“
Lesung am 4.11.2016 in Brixen weiterlesen